Firmkatechese heute

Glauben: das heißt suchen - hoffen - fragen - unsicher sein - glücklich sein - vertrauen - Geborgenheit erfahren...


Weit über zehn Jahre war es bei uns Praxis, in Gruppen Jugendliche auf die Firmung vorzubereiten. Das wird leider zunehmend schwieriger.
Seit 4 Jahren schlagen wir einen anderen Weg ein: die Jugendlichen werden nicht mehr in Gruppen vorbereitet, die vertraut wurden und sich Inhalte gemeinsam erschlossen haben. Stattdessen gibt es ein Modell mit drei Säulen:

  • Das persönliche Glaubensleben in Gottesdienst, Gebet, Denken und Handeln
  • Das gemeinsame Tun aller FirmbewerberInnen auf einem Weg zwischen Oktober und April mit verschiedenen Stationen wie Begegnung, Weggemeinschaft, Gottesdienst, Katechese zu Fragen und Themen rund um die Firmung. (z.B. 'Wie unterschiedlich Menschen ihren Glauben leben' bei einem Waldgottesdienst in der Einsiedelei oder 'Wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte' bei einem Spaziergang auf dem Friedhof…)
  • Die dritte Säule ist ein großes Paket möglicher Projekte, aus denen die Jugendlichen mindestens drei auswählen. Hier steht das Erleben von praktiziertem Glauben im Vordergrund. Es sind Projekte aus den Bereichen religiöse Erlebnisse, soziale Erkenntnisse und gemeinschaftliche Erfahrungen (z.B. Besuch bei psychisch Kranken oder Obdachlosen, Kochen für Bedürftige, Firmkerze gestalten, Lied- und Gottesdienstworkshops u.v.m.)

Im Kirchengemeinderat, im Katecheseteam (Mathias Zieger, Manuela Bittner, Christiane Breuer), im Pastoralteam (Hauptberufliche in der Seelsorge-Einheit), mit den Eltern haben wir dieses Modell besprochen und beschlossen. Es ist ein guter Weg geworden, der Jugendlichen und Begleitern gut tut und neue Horizonte öffnet!